Über uns

Der Nordverbund Germanistik ist ein Zusammenschluss literaturhistorisch arbeitender Neugermanist/innen, der 2008 von Thomas Althaus (Universität Bremen), Matthias Bauer (Universität Flensburg), Claudia Benthien (Universität Hamburg) Markus Fauser (Universität Vechta), Alexander Košenina (Universität Hannover) und Steffen Martus (zunächst Universität Kiel, jetzt Humboldt-Universität zu Berlin) gegründet wurde. 2010 kamen Stefanie Arend (Universität Rostock) und Hania Siebenpfeiffer (seinerzeit Universität Greifswald, nun Universität Marburg) hinzu, 2015 Bernhard Jahn (Universität Hamburg), 2019 Iulia Patrut (Universität Flensburg) und Kai Bremer (Universität Osnabrück).

Der Nordverbund versteht sich als ein Diskussionsforum für Forschungsansätze im Bereich der Frühen Neuzeit. Gemeinsam entwickelte Arbeitsvorhaben gelten dem Erkenntnisbedarf, den die Moderne und Spätmoderne gegenüber der Frühen Neuzeit hat. Die Zusammenarbeit in unterschiedlichen Problemfeldern und die Formulierung neuer Forschungsfragen schließt gezielt auch eine Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein.

Das Rahmenthema für die ersten Jahre der Zusammenarbeit des Nordverbunds lautet »Die Frühe Neuzeit als Rekursfeld der Moderne«. Am Beispiel dieser epochalen ›Wiederkehr‹ werden Strategien der Selbstverständigung und -positionierung über literarische und epistemologische Verfahren des historischen Rückbezugs im Prozess der Moderne untersucht.

In methodologischer Hinsicht ist von der Erkenntnis auszugehen, dass die Relate von Gegenwart und Vergangenheit Konstrukte darstellen, die willkürlich und zugleich notwendig sind. Die Fragestellung nach der pluralen »Wiederkehr der Frühen Neuzeit« zielt auf sich wiederholende Höhepunkte des Interesses an der Zeit vom 16. bis ins 18. Jahrhundert. Analysiert wird die Herstellung historischer Analogieschlüsse als periodisch wirksames Phänomen auf dem Weg in die späte Moderne. Dabei handelt es sich um heuristische Modelle zur Analyse unterschiedlicher historischer Zeiten im Sinne eines nach vorn orientierten ›Anachronismus‹, der aus Retroperspektiven zu Perspektiven kommt.

Der Nordverbund Germanistik entwickelt für germanistische Institute des norddeutschen Raumes Konzepte gemeinsamer Forschung und Nachwuchsförderung mit dem Blick auf Problemfelder der Literatur- und Kulturgeschichte.

Startseite

Aktuelles

Über uns

Mitglieder

Projekte/Schwerpunkte

Publikationen

Wiss. Nachwuchs

Veranstaltungen

Vorträge

Links

Impressum