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Über uns

Der Nordverbund Germanistik ist ein Zusammenschluss literaturhistorisch arbeitender Neugermanist/innen, der 2008 von Thomas Althaus (Universität Bremen), Matthias Bauer (Universität Flensburg), Claudia Benthien (Universität Hamburg) Markus Fauser (Universität Vechta), Alexander Košenina (Universität Hannover) und Steffen Martus (zunächst Universität Kiel, jetzt Humboldt-Universität zu Berlin) gegründet wurde. 2010 kamen Stefanie Arend (Universität Rostock) und Hania Siebenpfeiffer (Universität Greifswald) hinzu.

Der Nordverbund versteht sich als ein Diskussionsforum für Forschungsansätze im Bereich der Frühen Neuzeit. Gemeinsam entwickelte Arbeitsvorhaben gelten dem Erkenntnisbedarf, den die Moderne und Spätmoderne gegenüber der Frühen Neuzeit hat. Die Zusammenarbeit in unterschiedlichen Problemfeldern und die Formulierung neuer Forschungsfragen schließt gezielt auch eine Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein.

Das Rahmenthema für die ersten Jahre der Zusammenarbeit des Nordverbunds lautet »Die Frühe Neuzeit als Rekursfeld der Moderne«. Am Beispiel dieser epochalen ›Wiederkehr‹ werden Strategien der Selbstverständigung und -positionierung über literarische und epistemologische Verfahren des historischen Rückbezugs im Prozess der Moderne untersucht.

In methodologischer Hinsicht ist von der Erkenntnis auszugehen, dass die Relate von Gegenwart und Vergangenheit Konstrukte darstellen, die willkürlich und zugleich notwendig sind. Die Fragestellung nach der pluralen »Wiederkehr der Frühen Neuzeit« zielt auf sich wiederholende Höhepunkte des Interesses an der Zeit vom 16. bis ins 18. Jahrhundert. Analysiert wird die Herstellung historischer Analogieschlüsse als periodisch wirksames Phänomen auf dem Weg in die späte Moderne. Dabei handelt es sich um heuristische Modelle zur Analyse unterschiedlicher historischer Zeiten im Sinne eines nach vorn orientierten ›Anachronismus‹, der aus Retroperspektiven zu Perspektiven kommt.

Der Nordverbund Germanistik entwickelt für germanistische Institute des norddeutschen Raumes Konzepte gemeinsamer Forschung und Nachwuchsförderung mit dem Blick auf Problemfelder der Literatur- und Kulturgeschichte. Für den Arbeitszeitraum 2012–2015 ist im Rahmen eines Projektantrags u. a. eine Tagung zum »Renaissancismus um 1900« geplant.

Zwischen 2009 und 2011 hat der Nordverbund Germanistik drei Workshops an der Herzog August Bibliothek ausgerichtet: »Wiederkehr der Frühen Neuzeit« (Oktober 2009) und »Schnee von gestern. Konzeptionen und Theorien der historischen Wiederkehr am Beispiel von Durs Grünbeins ›Vom Schnee oder Descartes in Deutschland‹« (Mai 2009); »Zukunft in der Frühen Neuzeit. Astronauten, Utopisten, Projektemacher« (Mai 2011); des Weiteren fand im Januar 2010 die internationale Tagung »Frühe Neuzeit – Späte Neuzeit. Phänomene der Wiederkehr in Literatur und Künsten ab 1970« im Aby-Warburg-Haus, Hamburg, statt (siehe Veranstaltungen). Die Tagungsakten sowie ein Band zu Durs Grünbein – beide erschienen in der »Zeitschrift für Germanistik« (siehe Publikationen) – liegen als gemeinsame Publikationen des Nordverbunds vor.

Im November 2013 fand an der Humboldt-Universität zu Berlin der Nordverbund-Workshop Der Renaissancismus-Diskurs um 1900. Geschichte und Ästhetische Praktiken einer Bezugnahme statt, aus dem eine Buchpublikation hervorgehen wird. Des Weiteren wird im November 2014 ein Workshop zum Thema Die Modernität der frühneuzeitlichen Verhaltenslehren an der Universität Rostock abgehalten.